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Heimatverein Worms-Pfiffligheim

Erst spät „richtig“ Wormser geworden

Erst spät „richtig“ Wormser geworden
Artikel vom:
18.06.2012
Quelle:
Wormser Zeitung
Kategorie:
Sonstige Artikel

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Von Ulrike Schäfer

GEBURTSTAG Pfiffligheims Ortsvorsteher Theodor Cronewitz feiert heute seinen 75. Geburtstag

Nur an der Sprache hört man noch, dass Theo Cronewitz nicht in Worms geboren ist, da klingt immer noch das Brandenburgische mit, aber längst ist der Pfiffligheimer Ortsvorsteher, der heute 75 Jahre alt wird, ein echter Wormser geworden, einer, der sich in seiner neuen Heimat besser auskennt und mehr damit auseinandersetzt als mancher, der hier geboren ist.

Das ist ihm nicht zugeflogen. Als er 1973 nach Worms kam, weil er im wissenschaftlich-technischen Bereich der Südzucker tätig war, war er so mit Beruf und Familie beschäftigt, dass er zunächst an seinem Umfeld wenig Anteil nahm. Das hat sich geändert, als vor 20 Jahren der Pfiffligheimer Ortsverband der CDU gegründet wurde und man ihn fragte, ob er den stellvertretenden Vorsitz übernehmen wolle. „Da habe ich mich nicht gewehrt“, erzählt er schmunzelnd. Und: „Dadurch bin ich erst richtig in Worms angekommen“.

Die Verantwortung hat Theo Cronewitz, der 1961 gerade noch rechtzeitig vorm Mauerbau in den Westen ging, in den folgenden zwanzig Jahren sehr ernst genommen, im Stadtrat ebenso wie als Ortsvorsteher in nunmehr dritter Amtsperiode. „Meine Intentionen liegen vor allem im kulturellen Bereich“, erzählt der Jubilar, aber ihm liegen auch die Stadt- und Stadtteilentwicklung sehr am Herzen. Nicht ohne Stolz berichtet er, dass er in dieser Richtung einige Impulse gegeben hat. So habe er beispielsweise im Jahr 2000, damals noch im Martins-Hotel, ein Kolloquium mit namhaften Fachleuten ausgerichtet, das sich mit der Zukunft der Stadt beschäftigt habe. Unter anderem wurde thematisiert, dass Worms am Rande dreier Ballungsräume liegt. „Unser Ergebnis war, dass man diese Tatsache auch anders interpretieren könne, nämlich dass Worms nicht am Rand, sondern in der Mitte ist“, sagt Cronewitz.

Sein dritter Schwerpunkt ist die Jugendarbeit. Das Gebäude der Ortsverwaltung neben der Kirche ist unter Cronewitz’ Ägide als Vereinshaus renoviert und eingerichtet worden, in dem nun auch Gesangverein, Heimatverein, IG Piffelkumer Kerb und auch die Jugend einen Platz gefunden haben. Sie hat er auch wesentlich im Fokus beim Gemeinschaftsprojekt Streuobstwiesen. „Meine Interessen konnte ich als Ortsvorsteher natürlich gut miteinander verbinden“, bekennt der Jubilar. So ist er Mitbegründer und Vorsitzender des rührigen Heimatvereins Worms-Pfiffligheim, sowie Mitbegründer und Vorsitzender des Vereins Ehrenamt für Worms.

Wenn man Theo Cronewitz so reden hört, meint man, dass politische Arbeit und Privatleben nahtlos ineinander übergehen. Aber so ist es nicht: der agile 75-jährige, der übrigens auch Mitglied der TGW-Fechtabteilung ist, liebt das Wandern in Pfälzer Wald und Odenwald, er besichtigt gerne Parks und Schlösser, mag Musik und liest viel. Ja, Worms ist seine Heimat geworden, aber, räumt er ein, „ich habe immer noch Kontakt zu meiner Geburtsstadt Eberswalde, ich fahre öfters hin und ich lese sogar noch regelmäßig die Märkische Oderzeitung“.

 

Link zum Originalartikel: http://www.wormser-zeitung.de/region/worms/stadtteile/pfiffligheim/img12097421.htm